Jagdverhalten

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Das Jagdverhalten des Wolfes ist sehr ausgeklügelt und bestätigt die Intelligenz des Wolfes. Aber um die Jagdtaktiken gut durchzusetzen, muss im Rudel Klarheit über die Rangordnung herrschen. Koordiniertes Handel und klare Regeln des Zusammenlebens bilden die Grundlage für ein erfolgreiches Jagdverhalten. Allerdings gibt es kein Alphatier, wie früher angenommen. Diese Beobachtungen wurden nur in Zoos gemacht und sind nicht natürlich. Wolfshäuptling ist natürlich der Vater des Rudels. Andere Mitglieder des Wolfsrudels sind die Wolfsmutter und die Wolfskinder aus den letzten 1-3 Würfen. Je nach Wolfsunterart kommt es hier zu Abweichungen.

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Die Jagd wird immer gemeinsam ausgeführt. So ist es dem Wolf möglich auch größere Tiere zu jagen, die er allein nie erlegen könnte. Im Rudel ist der Wolf stark und nutzt hier ausgefeilte Taktiken, die er immer wieder trainiert und spezialisiert. Die Nahrung des Wolfes kann je nach äußeren Bedingungen variieren.

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Bei der Jagd bevorzugt der Wolf den Weg des geringen Wiederstandes. Die Gefahr bei der Jagd durch ein wehrhaften Hirsch oder ein Wildschwein verletzt zu werden ist für den Wolf sehr groß. Deshalb sucht der Wolf sich alte und schwache Tiere aus. Denn hier kann er mit dem geringsten Wiederstand rechnen. Noch besser sind natürlich Schafe, da diese sich kaum wehren und zudem meist noch eingezäunt oder angepflockt sind und so auch nicht wirklich flüchten können.

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Der Wolf ist überwiegend dämmerungs- und Nachtaktiv. Bei seinen nächtlichen Streifzügen durch sein Revier legt er oft lange Strecken zurück. 50 Kilometer sind hier keine Seltenheit. Die Beute des Wolfes wird meist durch den Geruchssinn ausgemacht. Der Wolf trabt dabei mit ca. 6-8 km/h durch sein Revier und schnuppert sich durch die Welt. Dabei kann er die Beute bis zu 2km Entfernung wittern.

Früher wurde angenommen, dass der Wolf eher über lange Strecken jagt. Heute weiß man, dass der Wolf meist durch eine kurze, schnelle Jagd seine Beutetiere erlegt. Dabei können Geschwindigkeit von 45-50 km/h erreicht werden. Sobald der Wolf merkt, das er keinen Erfolg hat gibt er auf um seine Energiereserven zu schonen.

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Das Jagdverhalten des Wolfes ist jedoch auch abhängig von den äußeren Umständen. Er lernt sehr schnell welches Jagdverhalten zum Erfolg führt und welches eben nur Energie und Ressourcen verschwendet. Generell hat der Wolf jedoch von 10 Witterungen auf Beutetieren nur ca. einmal Erfolg. Manchmal muss der Wolf deshalb über mehrere Tagen hungern.

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Durch das erlegen von schwachen Beutetieren sorgt der Wolf dafür, das der Beutetierbestand stark wird, da nur starke Tier überleben und sich so fortpflanzen können.